Meditation gegen Angst

Dieser Artikel soll Ihnen helfen, durch Meditation Ihre Angst vor dem Zahnarzt zu überwinden.
Oft beginnt es bereits im Kindesalter: Die Panik vor dem Besuch beim Zahnarzt. Kinder haben oft keine Wahl, als trotzdem zu gehen, doch im Erwachsenenalter passiert es gerne, dass man statt der notwendigen Untersuchung zu Hause bleibt. So landet man schnell in einem Teufelskreis aus Zahnproblemen und Panik vor dem Bohrer. Welche Möglichkeiten gibt es diese Angst zu überwinden? Eine Lösung liegt in der Meditation.

Was ist Meditation?

Seit Jahrhunderten praktizieren Menschen in verschiedensten Kulturen und Religionen die Kunst der Meditation. Vor allem in der asiatischen Kultur ist sie heute noch tief verankert. Es gibt zum einen die passive und zum anderen die aktive Meditation. Aktive Meditation ist mit bestimmten Bewegungen verbunden, wie zum Beispiel beim Yoga. Die passive Variante hingegen zeichnet sich durch ruhiges Sitzen und Innehalten aus, wie das buddhistische „Zazen“.

Warum Meditation?

Das Spannende an der Meditation ist, dass theoretisch jeder Mensch allein durch Übung und Schulung seines Geistes oder Bewusstseins, dazu in der Lage ist, seinen körperlichen Zustand zu verändern. Sie ist für alle Menschen jederzeit und überall zugänglich, auch im Wartezimmer des Zahnarztes. Das einzige Werkzeug, das benötigt wird, ist der Geist. Es ist außerdem wissenschaftlich belegt, dass Meditierende allein durch ihren Willen und ihr Konzentrationsvermögen auf lange Sicht sogar ihre Gehirnwellen und -masse, sowie Zellstrukturen verändern können, was in direktem Zusammenhang mit einer Abnahme der Stressbelastung steht.

Wie funktioniert Meditation?

Der Meditierende sitzt entspannt und versucht nichts zu denken. Er lässt seine Gedanken kommen und wieder gehen, ohne sich mit ihnen zu befassen. Auch Bilder, Worte, Namen oder Vorstellungen sollen fallengelassen werden. Da diese Aufgabe extrem schwierig ist, gibt es Hilfestellungen, wie zum Beispiel seine Atemzüge zu zählen.
Eine andere Möglichkeit ist es, sich völlig auf den Atem zu konzentrieren und zu spüren, wie der Bauchraum und die Lunge mit tiefen Atemzügen gefüllt- und langsam wieder geleert werden.
Manche Menschen bevorzugen sich auf eine Art Gedankenreise zu begeben. Dabei wählt der Meditierende einen eigenen friedlichen „Ort“, den er in Gedanken besucht, während er alles andere hinter sich lässt.

Wie hilft Meditation gegen Angst vor dem Zahnarzt?

Falls Sie jemals versucht haben zu meditieren, haben Sie vielleicht gemerkt, dass es nicht so einfach ist, seinen Kopf von Gedanken zu befreien. Deshalb ist Meditation keine Übung, die nach einem Mal praktizieren alle Ängste nimmt. Wie mit vielen Sachen im Leben, kommt es auf die Kontinuität der Praxis an. Nehmen Sie sich täglich ein paar Minuten Zeit, suchen Sie sich einen ruhigen Ort ohne Ablenkung und meditieren Sie. Dabei reicht es völlig aus, wenn Sie zuerst fünf Minuten meditieren, mit der Zeit können Sie sich steigern. Im Endeffekt kommt es nicht darauf an, wie lange Sie ruhig sitzen können, sondern wie Sie sich danach und währenddessen fühlen. Achten Sie auf Ihren Körper und entschleunigen Sie. Mit der Zeit werden Sie merken, wie Sie in bestimmten Situationen gelassener reagieren. Die Meditation wird Ihr Werkzeug sein, um in Stresssituationen, wie beim Zahnarzt, ruhig zu bleiben.
Je nachdem, wie stark ausgeprägt Ihre Angst vor dem Zahnarzt ist, können Sie Zuhause vor dem Zahnarzttermin Vorarbeit leisten oder in der Praxis selbst im Wartezimmer oder im Behandlungsstuhl meditieren. Vielleicht hilft es Ihnen mehr sich auf den Atem zu konzentrieren oder vielleicht ist es beruhigender sich gedanklich an einen Ort begeben, den Sie mit Glück und Frieden verbinden. Wichtig ist, dass Sie eine Methode finden, die für Sie funktioniert. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch, es gibt Ihren Weg und wenn er Ihnen hilft, ist er der richtige.