Psychologische Hilfe in der Zahnarztangst-Sprechstunde

Dass ungefähr ein Drittel aller Menschen Angst vor dem Zahnarzt hat, ist nicht neu. Das ist wohl immer so gewesen, nur hat sich der Umgang mit dieser Angst geändert. Heutzutage thematisieren immer mehr Menschen ihre Zahnarztangst, weil sie sich damit ernst genommen fühlen können. Die Zeiten, in denen man mit einem rüden „Stell dich nicht so an“ abgefertigt wurde, sind lange vorbei. Über die zahlreichen Möglichkeiten, Menschen ihre Zahnarztangst zu nehmen, wird in den Medien immer wieder berichtet. Ebenso werden Informationen darüber angeboten, an wen man sich wenden kann, wenn man sich von seiner Angst befreien möchte.

Erster Schritt ist der Gang zum spezialisierten Psychologen

Immer mehr Zahnarztpraxen beziehen einen Psychologen in ihre Behandlung ein, der auf die Eindämmung und Heilung von Zahnarztangst spezialisiert ist. Ein Gespräch mit einem solchen Fachmann ist für viele Angstpatienten der berühmte erste Schritt, ohne den keine Veränderung möglich ist, egal in welchem medizinischen Bereich. Keine Frage ist zu peinlich, kein Anliegen unlösbar: wenn ein Angstpatient mit dieser Gewissheit aus der Sprechstunde für Zahnarztangst nach Hause geht, ist der Anfang gemacht.

Zahnarztangst muss man individuell begegnen

Im vertraulichen Gespräch im Rahmen einer Zahnarztangst-Sprechstunde kann jede Frage gestellt, jede Angst benannt werden. Nur wenn der Patient die Karten auf den Tisch legt, kann der Psychologe mit ihm gemeinsam nach Lösungen suchen. Wichtig ist dabei, kleine Schritte zu gehen beziehungsweise die Schritte der individuellen Angst-Situation des Patienten anzugleichen. Kleine Siege über sich selbst am Anfang sind die Basis für einen langfristigen Erfolg. Erst daraus kann sich ein Vertrauen zum Zahnarzt entwickeln und damit die Chance auf eine Heilung der Zahnarztangst.

Bandbreite der Zahnarztangst ist groß – auch die der Hilfsangebote

Je ausgeprägter die Zahnarztangst bei einem Patienten ist, desto massiver sind die Hilfsmittel, die der Zahnarzt dem Patienten anbieten wird. Einfache Ablenkungsmethoden wie bunte Bilder an der Decke des Behandlungsraums oder, eine Stufe höher, Phantasiereisen, die den Patienten unter der Anleitung des Zahnarztes in angenehme Welten „entführen“, sind für leichte bis mittelschwere Fälle von Zahnarztangst bestens geeignet und reichen aus, um eine entspannte Behandlung beim Patienten durchzuführen. Doch es gibt auch Fälle, in denen diese Verfahren nicht ausreichen

Für schwerste Fälle von Zahnarztangst gibt es die Vollnarkose

Patienten, die schon bei dem Gedanken an den Zahnarztbesuch Panik empfinden, wünschen sich meistens, gar nichts von der Behandlung zu spüren und zu hören. Eine Hypnose reicht in diesen Fällen nicht aus und ist wegen der Anspannung der Patienten auch äußerst schwierig. Allerletzter Ausweg: die Vollnarkose. Dieses Verfahren wird der Zahnarzt nur dann in Erwägung ziehen, wenn es gar nicht anders zu gehen scheint. Immerhin ist eine Vollnarkose ein massiver Eingriff in den menschlichen Körper, der die Überwachung eines Facharztes für Anästhesie erfordert. Und wenn es sich um eine umfangreiche Zahnbehandlung handelt wie etwa eine Gebiss-Sanierung, wird es nicht bei einem Eingriff bleiben. Vielmehr muss dieses Verfahren bei jeder Zahnarzt-Sitzung angewendet werden.

Vollnarkose: Vor der Entscheidung alle anderen Hilfsmittel ausprobieren

Eine so radikale Lösung wie die Vollnarkose sollte wirklich nur in Frage kommen, wenn alle anderen Hilfsmittel als nicht ausreichend getestet worden sind. Immerhin muss man heutzutage noch nicht einmal die Betäubungsspritze spüren, die bei einigen Patienten schon Panik auslöst; wenn die Einstichstellen vorher vereist werden, ist das Problem schon mal stark reduziert. Darüber hinaus kann man sich mit beruhigenden Substanzen selbst überlisten. Die gibt es im pflanzlichen Bereich als Tee oder Tropfen, die Chemie stellt zahlreiche wirksame Schmerzmittel zur Verfügung. Mit Entspannungstechniken wie zum Beispiel Yoga oder Autogenem Training kann sich der Angstpatient den Weg auf den Behandlungsstuhl zusätzlich erleichtern. Für alle Patienten, die von Zahnarztangst betroffen sind, empfiehlt es sich allerdings, dem Grund für dieses Phänomen auf die Spur zu kommen, damit das Übel an der Wurzel gepackt werden kann.

Zahnarztangst: Entspannungstechniken können helfen

Die Situation beim Zahnarzt: Man sitzt nicht auf dem Behandlungsstuhl, sondern man liegt, und der Ausstieg ist schwierig. Man hat eventuell schon Zahnschmerzen – aber große Befürchtungen, dass diese schlimmer werden. Man hört und sieht zum Teil, was der Zahnarzt tut, kann es aber kaum nachvollziehen. Kurz und nicht gut: man fühlt sich ausgeliefert, vor allem, wenn man zu den Patienten gehört, die unter Zahnarztangst leiden.

Zahnarztangst betrifft ca. drei Viertel aller Patienten

Auch wenn immer mehr Zahnärzte ausführlich jeden Arbeitsschritt genau erklären, den sie am Patienten vornehmen: Angst ist etwas Irrationales und löst sich mit diesem pragmatischen Vorgehen meistens nicht auf. Die Anzahl der Zahnärzte, die sich auf therapeutischer Ebene weitergebildet haben, wächst. Zahnmediziner, die diese Richtung gewählt haben, verfügen über eine Menge Handwerkszeug, mit dem sie ihren Patienten nicht nur die Behandlung erleichtern können; es kann sogar gelingen, die Zahnarztangst mittel- bis langfristig abzubauen.

Mehrere Wege können zum Abbau der Zahnarztangst führen

Sehr wirksam bei Angstpatienten sind äußere Ablenkungen. Diese können mit Musik im Sprechzimmer erzeugt werden oder auch mit Filmen. Einige Praxen haben Deckengemälde direkt über den Behandlungsstühlen angebracht, deren intensive Betrachtung manchen Schmerz vergessen lässt. Auch Phantasiereisen haben diesen Effekt. Der Zahnarzt gibt eine Ausgangssituation vor, z.B. eine Bergwanderung. Der Patient schließt die Augen und begibt sich dann auf Wanderschaft in seinem Kopf. Das Erschaffen eigener Bilder fokussiert die Sinne und lenkt von der eigentlichen Situation ab.

Zahnbehandlung einmal anders: Mundakupunktur

Seit vier Jahrzehnten wird in der Zahnarztpraxis auch alternativ behandelt und geheilt. Die Zahnmedizin spricht hier von Mundakupunktur. Hört man als Laie zum ersten Mal diesen Begriff, erscheint vor dem geistigen Auge das Bild eines geöffneten Mundes, der mit feinen Nadeln gespickt ist. Diese Assoziation ist so nachvollziehbar wie falsch. Die Gefahr, dass ein Patient die Nadeln verschlucken könnte, ist viel zu groß.

Was versteht man unter dem Begriff Mundakupunktur?

Mit der bekannten Akupunktur aus dem Bereich der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat die Mundakupunktur insofern zu tun, als dieses Verfahren von der TCM abgeleitet wurde bzw. auf der gleichen Basis beruht: auf der Annahme, dass durch das Einstechen feiner Nadeln die Dynamik des Energiesystems angeregt und somit der Heilungsprozess beschleunigt wird. Vor ca. 40 Jahren entdeckte man mittels Studien das Somatotop der Mundhöhle. Darunter ist zu verstehen, dass man die Mundhöhle als lokale Projektionsfläche der Körperorgane sieht.

Wie wird die Mundakupunktur praktiziert?

Die wesentliche Unterscheidung zum gewohnten Akupunktur-Verfahren besteht darin, dass nicht Haut-, sondern Schleimhautpunkte im Fokus stehen. Die Stimulation dieser Schleimhautpunkte wird durch Injektionen hervorgerufen, bleibende Nadeln sind ungeeignet (s.o.). Diese Injektionen enthalten entweder ein lokales Betäubungsmittel oder auch Kochsalzlösungen. Die Punkte für die Mundakupunktur erkennt der Zahnarzt aufgrund ihrer erhöhten Schmerzempfindlichkeit.

Zahnarztangst: Angstfreie Behandlung ohne Schmerzen

Jeder Patient hofft bei einem Zahnarztbesuch auf eine Behandlung, die möglichst ohne Schmerzen von statten geht. Doch es gibt einen großen Unterschied zwischen dieser üblichen Haltung und einer ausgeprägten Zahnarztangst. Die Bandbreite reicht hier von der schwierigen Extraktion mit lokaler Betäubung bis hin zu Angstattacken und Schweißausbrüchen bei der Vorstellung, eine Spritze zu bekommen. Damit jeder Patient die Behandlung bekommt, die ihm angemessen ist, ist ein ausführliches Vorgespräch zwischen behandelndem Zahnarzt und Angstpatient unausweichlich. Mit allen nötigen Informationen sollte es dann kein Problem mehr sein, dem Patienten die Behandlung zukommen zu lassen, die im Vorfeld die Befürchtungen eingrenzen.

Individuelle Anästhesie hält Angst und Schmerzen in Schach

Die beiden extremen Lösungen sind Lachgas und Vollnarkose. Lachgas wird der Zahnarzt in den unkomplizierten Fällen vorschlagen. Es wird nicht gespritzt, sondern eingeatmet und verursacht lediglich eine leichte Beruhigung. Das Schmerzempfinden wird gedämpft, und eine relativ kurze und einfache Behandlung kann ohne Stress für den Patienten durchgeführt werden. Eine Vollnarkose setzt den Patienten dagegen komplett außer Gefecht, Bewusstsein und das Spüren der Schmerzen werden ausgeschaltet. Dabei können bei den ängstlichsten Patienten auch die langwierigsten und kompliziertesten Eingriffe durchgeführt werden. Zwischen diesen beiden Lösungen liegen zahlreiche Varianten, die individuell auf die Bedürfnisse des Patienten zugeschnitten werden und dann durchgeführt werden können.

Zahnarztangst: Ängstliche junge Patienten kann man „bezaubern“

In der Psychologie gibt es zahlreiche Rituale, mit deren Hilfe man erfolgreich unangenehme Gefühle vorübergehend auf Eis legen kann. Zum Beispiel kann man zwischen zwei Therapiesitzungen sein Problem in einem imaginären Tresor einschließen, damit man ihm nicht ohne Unterstützung ausgeliefert ist. Viele Kinder haben Angst vor dem Zahnarzt, weil sie noch ohne Erfahrung sind und schmerzhafte Zahnbehandlungen befürchten. Damit ein Kind von dieser Zahnarztangst nicht auf den Behandlungsstuhl begleitet wird, kann der Zahnarzt ihm eine Methode anbieten, die Zahnarztangst bei der Anmeldung abzugeben. Die jungen Patienten bekommen einen Luftballon, in den sie ihre Zahnarztangst hinein pusten können. Der mit Zahnarztangst gefüllte Ballon wird im Wartezimmer gelassen, und nach einer positiv verlaufenen Behandlung wird er im besten Fall nicht mehr benötigt.

Auch bei Zahnarztangst springen Kinder auf Tricks und Magie an

Wenn der Zahnarzt einem ängstlichen jungen Patienten beim ersten Kontakt gleich die ersten Ängste nehmen möchte, wird er zunächst nicht von Schmerzen oder Zahnpflege erzählen. Vielmehr gibt es Möglichkeiten, Hilfsmittel für einen Quereinstieg einzusetzen. Ein Beispiel dafür ist ein Tier-Buch, das scheinbar über magische Kräfte verfügt. Es hat nur leere weiße Seiten, denn – so wird es der Zahnarzt erklären – die Tiere, die eigentlich in dem Buch abgebildet sind, haben die Flucht ergriffen und das Buch verlassen, weil sie den Trubel und den Lärm in der Praxis nicht aushalten konnten. Damit die Tiere in das Buch zurückkehren, wird das Kind gebeten, Zauberpuste in das Buch zu pusten – und tatsächlich erscheinen dann wieder Tierbilder. Alle Kinder mögen Zaubertricks, und diese sind ein besonders geeignetes Instrument, einen vertrauensvollen Kontakt zu einem ängstlichen Kind herzustellen. Und dieser Erstkontakt ist entscheidend für die erste positive Erfahrung beim Zahnarzt – Luftballon und Tierbuch sind nur zwei von vielen Vehikeln, die zum Ziel führen können.

Zahnarztangst – Der Zahnarzt ist darauf eingestellt

Es sind immer noch ungefähr fünf bis 10 Prozent der Patienten, die Angst vor dem Zahnarzt haben, obwohl es mittlerweile zahlreiche Maßnahmen im Angebot der Zahnärzte gibt, diese Angst zu nehmen. In einigen Fällen spricht man sogar von einer Zahnarztphobie, mit der sich der Patient in einem Teufelskreis befindet: je länger der Besuch beim Zahnarzt aufgeschoben wird, desto schwieriger wird es, den erkrankten Zahn zu retten. Doch in welchem Zustand ein erkrankter Zahn sich auch befindet, es gibt in sämtlichen Bereichen der Zahnheilkunde Möglichkeiten der schmerzfreien Behandlung. Das gilt nicht nur für den Routinecheck und eine kleine Kariesbehandlung, auch im Bereich zum Beispiel der Kieferheilkunde und der Implantologie wird heutzutage behutsam und schmerzfrei behandelt.

Zahnarztangst: Aller Anfang ist schwer

Wenn der Leidensdruck durch Zahnschmerzen so groß wird, dass ein Patient mit Zahnarztangst sich entschließt, eine Zahnarztpraxis aufzusuchen, wird es in den seltensten Fällen sofort zu einer Behandlung kommen. Am Beginn steht in der Regel das Kennenlernen. Der Zahnarzt wird dem Patienten nicht nur die Scham wegen des Zustands seiner Zähne nehmen, er wird vor allem alle Maßnahmen erläutern, mit denen er eine schmerzfreie Behandlung durchführen kann. Das Wissen um diese Maßnahmen und die damit verbundene Erleichterung beim Patienten ermöglichen dann normalerweise einen ersten Behandlungstermin. Je positiver die Erfahrung dabei ist, desto größer ist die Chance, dass die Angst vor dem Zahnarzt sich verringert oder sogar gänzlich auflöst.

Sensible Zahnbehandlung bei Kindern

Als Eltern wissen wir, wie wichtig es ist, dass unsere Kinder eine gute Zahngesundheit haben. Wir bringen sie regelmäßig zum Zahnarzt, damit sie ihre Zähne überprüfen lassen und sich um ihre Zähne kümmern können. Für Kinder kann ein Besuch beim Zahnarzt jedoch eine stressige und beängstigende Erfahrung sein. Deshalb ist es wichtig, dass Zahnärzte bei der Behandlung von Kindern besonders sensibel vorgehen.

Die Bedeutung von Sensibilität
Sensibilität ist ein wichtiger Faktor bei der Behandlung von Kindern. Kinder können ängstlich und nervös sein, wenn sie zum Zahnarzt gehen, und eine unsensible Behandlung kann dazu führen, dass sie noch mehr Angst haben und in Zukunft den Besuch beim Zahnarzt vermeiden.

Eine sensibel durchgeführte Behandlung kann jedoch dazu beitragen, dass Kinder ihre Angst abbauen und sich bei zukünftigen Zahnarztbesuchen wohler fühlen. Sensibilität kann auch dazu beitragen, dass Kinder Vertrauen in ihren Zahnarzt aufbauen und somit eine positive Einstellung zur Zahngesundheit entwickeln.

Tipps für eine sensible Zahnbehandlung bei Kindern
Kommunikation: Eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen Zahnarzt und Kind ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Behandlung. Der Zahnarzt sollte dem Kind erklären, was während der Behandlung passieren wird und warum es wichtig ist, dass das Kind zusammenarbeitet.

Ablenkung: Kinder haben oft kurze Aufmerksamkeitsspannen, deshalb kann es hilfreich sein, sie während der Behandlung abzulenken. Einige Zahnärzte bieten Fernseher oder Tablets an, die die Kinder während der Behandlung nutzen können, um abgelenkt zu sein.

Belohnungen: Nach einer erfolgreichen Behandlung können Zahnärzte den Kindern Belohnungen geben, um sie zu ermutigen, weiterhin eine gute Zahngesundheit aufrechtzuerhalten. Dies kann eine kleine Belohnung wie ein Aufkleber oder eine süße Leckerei sein.

Positive Verstärkung: Loben Sie das Kind während der Behandlung für seine Zusammenarbeit und sein Verhalten. Eine positive Verstärkung kann dazu beitragen, dass das Kind sich wohler fühlt und das Vertrauen in den Zahnarzt stärkt.

Fazit
Eine sensible Zahnbehandlung bei Kindern ist von großer Bedeutung für ihre Zahngesundheit und ihr Wohlbefinden. Zahnärzte, die sensibel vorgehen, können dazu beitragen, dass Kinder ihreAngst vor dem Zahnarzt abbauen und Vertrauen in ihre Zahngesundheit entwickeln. Kommunikation, Ablenkung, Belohnungen und positive Verstärkung sind allesamt wichtige Faktoren bei der Durchführung einer sensiblen Zahnbehandlung bei Kindern.

Wir als Zahnärzte sind uns der Bedeutung von Sensibilität bei der Behandlung von Kindern bewusst und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass jeder Besuch beim Zahnarzt für Kinder eine positive Erfahrung ist. Wir verstehen, dass jeder Patient einzigartig ist und werden unser Bestes tun, um auf die Bedürfnisse jedes Kindes einzugehen und eine individuell angepasste Behandlung anzubieten.

In der heutigen Zeit ist es besonders wichtig, dass wir uns um die Zahngesundheit unserer Kinder kümmern und sicherstellen, dass sie von klein auf eine gute Zahnpflege und regelmäßige Zahnarztbesuche gewöhnt sind. Eine sensible Zahnbehandlung bei Kindern ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer guten Zahngesundheit und einem gesunden Leben.

Wir hoffen, dass dieser Artikel dazu beitragen wird, die Bedeutung einer sensiblen Zahnbehandlung bei Kindern zu betonen und Ihnen als Eltern dabei zu helfen, die richtige Entscheidung für die Zahngesundheit Ihrer Kinder zu treffen. Wenn Sie weitere Fragen haben oder einen Termin für eine Behandlung vereinbaren möchten, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Zahnarztangst: Kombination aus Lachgas und Beruhigungsmitteln

Während Patienten mit einer gering ausgeprägten Zahnarztangst schon mit der Gabe von Lachgas geholfen werden kann, reicht dieses Medikament alleine nicht aus, wenn die Zahnarztangst größer ist. In diesen Fällen kann der Zahnarzt über das Lachgas hinaus auch ein Beruhigungsmittel verabreichen. Diese so genannte Kombinationstherapie bietet eine stressfreie Zahnbehandlung für Patienten mit starker Zahnarztangst. Wenn sowohl Lachgas als auch Beruhigungsmittel gegeben werden, fällt der Patient in einen Dämmerschlaf, der dafür sorgt, dass er die zahnärztliche Behandlung mit den gefürchteten Unannehmlichkeiten wie Spritzeneinstiche und Bohren nicht wahrnimmt.

Nach der Kombinationstherapie muss der Patient sich Zeit nehmen

Auch die Kombination von Lachgas und Beruhigungsmitteln lässt den Patienten nach Ende der Behandlung schnell wieder wach werden. Allerdings wirken Beruhigungsmittel länger im Körper nach als das Lachgas. Daher darf man für den Rest des Tages weder selbst Auto fahren noch irgendwelche Maschinen bedienen, das ist rechtlich festgelegt. Zudem ist es empfehlenswert, sich eine Begleitperson für die Zeit nach der Behandlung zu organisieren – sicher ist sicher. Ebenso wie die ausschließliche Gabe von Lachgas ist die Kombinationstherapie bei Zahnarztangst keine Leistung der gesetzlichen Krankenkassen, der Patient muss diese Kosten selbst tragen.

Zahnarztangst – Ein Einsatzgebiet für Lachgas

Die Angst vor dem Zahnarzt und den Schmerzen, die bei der Behandlung befürchtet werden, lässt sich auf vielerlei Weise mindern. Je nach individueller Situation des Patienten wird der Zahnarzt eine passende Lösung finden. Einer nicht so stark ausgeprägten Angst zum Beispiel, die sich in erster Linie in einem unangenehmen Würgereiz äußert, sobald man mit aufgesperrtem Mund im Behandlungsstuhl sitzt, kann der Zahnarzt mit der Gabe von Lachgas zu Leibe rücken. Lachgas hat die angenehme Eigenschaft, diesen Würgereiz sehr wirkungsvoll zu unterdrücken.

Lachgas kann in vielen Fällen die einfachste Lösung sein

Doch nicht nur das Verschwinden des Würgereizes ist eine Folge bei der Gabe von Lachgas. Es mindert auch die Schmerzempfindlichkeit und damit die Angst vor der Behandlung. Die Patienten sind in einem angenehm entspannten Zustand, wie in Trance, und spüren daher zum Beispiel nicht den Einstich einer Spritze – ebenfalls ein großer Angstauslöser. Dennoch sind die Patienten wach und reagieren auf Ansprache. Nur ein paar Minuten, nachdem die Behandlung beendet ist, lässt die Wirkung von Lachgas bereits nach. Der Patient ist wieder völlig wach und kann kurze Zeit später wieder alles tun, zum Beispiel mit dem Auto nach Hause fahren. Die Kosten für den Einsatz von Lachgas muss der Patient allerdings selbst tragen, da sie von den gesetzlichen Krankenkassen nicht übernommen werden.